NEOPHYTEN


Was sind Neophyten?

Pflanzen die nicht heimisch sind und invasiv ihren Platz in der freien Natur einnehmen und somit einheimische Pflanzen verdrängen oder für Mensch und Tier gefährlich sind. Oft wurden sie als Zierpflanzen eingeschleppt und haben den Sprung aus den Gärten in die Wälder, Wiesen oder Äcker geschafft. Wir stellen Ihnen die geläufigsten Neophyten hier vor:

Der japanische Staudenknöterich

(Reynoutria japonica)

Dieser Knöterich wächst vor allem in Wäldern und an Ufern. Er wird bis zu 4 Meter hoch und sein dichtes Blätterdach lässt mangels Licht nicht mehr zu, dass andere Pflanzen gedeihen können.

Seine Wurzeln reichen 3 Meter tief in die Erde was eine Bekämpfung erschwert.

 

Ambrosia (meldepflichtig)

(Ambrosia atremisiifolia)

Die Ambrosia wurde durch verunreinigtes Saatgut eingeschleppt. Man trifft sie vor allem auf landwirtschaftlichen Flächen an. Nebst Ertragsverlusten reagieren ca. 20% aller Menschen allergisch auf die Pollen, vom Heuschnupfen bis zu Atembeschwerden. Diese Pflanze ist meldepflichtig gemäss Pflanzenschutz-Verordnung. 


Bei Verdachtsfällen muss dies der Gemeinde oder dem Landwirt gemeldet werden. Diese sind verpflichtet die Ambrosia zu bemkämpfen.

 

Das Jakobskreuzkraut

(Senecio jacobaea)

Dieser schöne Korbblütler wird vor allem unseren Tieren gefährlich. Pferde und Kühe die davon fressen können gewisse Inhaltsstoffe nicht abbauen und sterben schliesslich an Leberversagen. Oft sieht man Jakobskreuzkraut in Gärten blühen. Die Pflanze versamt sehr stark. Darum ist es von Vorteil sie zu schneiden bevor sich Samen bilden oder sie vorher auszureissen. Sie kann beim Menschen allergische Reaktionen auslösen - darum immer Handschuhe tragen.

 

Hinweis: Nicht zu verwechseln mit dem echten Jahonniskraut

 



Goldrute

(Solidago canadensis  + gigantea)

Die Goldrute ist eine wahre Augenweide in den Gärten. Doch an Waldrändern und Ufern richtet sie erheblichen Schaden an. Sie verdrängt alle Arten und verbreitet sich rasant. Einheimische Blumen und Kräuter haben keine Chance gegen das schnelle Wachstum der Goldrute. In Gärten gild es sie zu schneiden bevor sie absamen kann.

 

Der Kirschlorbeer

(Prunus laurocerasus)

Diese immergrüne Pflanze ist beliebt als Hecken oder Solitärpflanze. Durch versamen und ilegale Grüngutdeponien in Wäldern gelangte sie in die freie Natur. Sie stört das Gleichgewicht unserer ohnehin schon angeschlagenen Wälder.

 

Einjähriges Berufkraut

(Erigeron annuus)

Diese Blütenpflanze findet man oft auf Weiden , Wiesen und in Gärten. Sie wird vom Vieh nicht gefressen obwohl sie ungiftig ist. Auch gerade deshalb vermehrt sie sich invasiv und verdrängt einheimische Flora unserer Wiesen. Die ohnehin schon geschwächte Flora unserer Wiesen wird massiv gestört vom Berufkraut. Auch hier gilt es in Gärten das einjährige Berufskraut nicht versamen zu lassen.

 



Der Riesenbärenklau

(Heracleum mentegazzianum)

Diese Pflanze erreicht Wuchshöhen von 3 Metern. Sie enthält Fototoxische Stoffe. Bei Berührung und Sonnenlichtgibt es schwere "Verbrennungen" mit Blasenbildung. Aber Vorsicht: Es gibt mehrere einheimische Bärenklauarten, die ungefährlich sind und Tieren Nahrung und Lebensraum bieten.